Smile Virtual
Smile Virtual ist eine US-amerikanische Teledentistry-Plattform, über die Zahnarztpraxen auf ihrer Website ästhetische Fernberatungen anbieten. Der Patient lädt Selfies seines Lächelns hoch, ein Zahnarzt nimmt ein persönliches Video mit Behandlungsoptionen auf, danach kann ein Termin gebucht werden. Da Fotos und Angaben den Zustand der Zähne beschreiben, können sie Gesundheitsdaten im Sinne der DSGVO sein und werden in den USA verarbeitet.
Was macht Smile Virtual?
Was ist Smile Virtual?
Smile Virtual ist eine Plattform für zahnärztliche Online-Beratung, betrieben von der Smile Virtual Consult, LLC in den USA. Sie verbindet Patienten und Zahnärzte für ästhetische Fernberatungen: Der Patient lädt Fotos seines Lächelns hoch und beschreibt, was er ändern möchte, ein Zahnarzt prüft den Fall und nimmt ein persönliches Video mit Behandlungsoptionen, Kosten und Dauer auf, anschließend kann der Patient einen Praxistermin vereinbaren. Zahnärzte abonnieren den Dienst, um neue Patienten zu gewinnen, vor allem in der ästhetischen Zahnmedizin. Es handelt sich nicht um ein Virtual-Try-on- oder AR-Filter-Tool.
Wie Smile Virtual auf einer Website erscheint
Die Praxis bindet einen Beratungsbutton, ein Formular oder ein Skript von Smile Virtual auf ihrer Website ein, die Beratung selbst läuft in der Smile-Virtual-Anwendung. Technologie-Scanner erkennen den Dienst an Skripten oder Verweisen auf www.smilevirtual.com und app.smilevirtual.com. Die Anwendung wird bei Amazon Web Services in den USA gehostet und lädt ihrerseits Google-Dienste wie Google Tag Manager und Google Fonts.
Cookies und personenbezogene Daten
Laut Datenschutzerklärung erhebt Smile Virtual Nutzungsdaten, IP-Adressen und Informationen über Cookies, Web Beacons und andere Tracking-Technologien. Die Cookie-Namen des eingebetteten Widgets sind nicht öffentlich dokumentiert. Deutlich sensibler sind die Daten, die der Patient übermittelt: Name, E-Mail, Telefonnummer, Fotos des Lächelns, Beschreibung der Zahnprobleme und die Videoeinschätzung des Zahnarztes. Zahnfotos mit Fragen zu einer Behandlung lassen Rückschlüsse auf die Gesundheit zu und sind als Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO zu behandeln.
DSGVO und Einwilligung
Die Beratung wird vom Patienten angefragt, die Verarbeitung von Gesundheitsdaten braucht aber eine Ausnahme nach Art. 9 DSGVO, in der Praxis die ausdrückliche Einwilligung vor dem Hochladen. Analyse- oder Marketing-Tracker, die mit dem Widget geladen werden, erfordern eine Cookie-Einwilligung nach § 25 TDDDG. Da Smile Virtual ein US-Unternehmen mit Hosting in den USA ist, braucht die Praxis zudem einen gültigen Übermittlungsmechanismus und einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Praktische Schritte
- Laden Sie das Smile-Virtual-Widget erst, wenn der Besucher eine Beratung starten möchte.
- Ergänzen Sie eine ausdrückliche Einwilligung zur Verarbeitung von Fotos und Gesundheitsangaben mit Link zur Datenschutzerklärung.
- Schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Smile Virtual und dokumentieren Sie die Grundlage der Übermittlung in die USA.
- Informieren Sie Patienten über Speicherdauer und Löschung der Fotos und Videos.
Smile Virtual und die DSGVO
Smile Virtual ist als „Präferenzen“ eingestuft. Auf einer Website für Besucher aus der EU darf der Dienst erst nach deren Einwilligung laden und muss in Ihrer Cookie-Richtlinie aufgeführt sein.
- Rechtsgrundlage
- Explicit consent for health data (Art. 9(2)(a) GDPR) and consent for any non-essential storage (Art. 5(3) ePrivacy Directive); performance of a pre-contractual request for the consultation itself (Art. 6(1)(b) GDPR)
- Risikostufe
- high
- Anwendbare Vorschriften
- GDPR, ePrivacy Directive, HIPAA (United States)
Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
Eine Datenschutz-Folgenabschätzung ist ratsam, da der Dienst gesundheitsbezogene Bilder und Angaben von Patienten verarbeitet und an einen US-Anbieter übermittelt. Prüfen Sie die Erforderlichkeit jedes Datums, den Wortlaut der ausdrücklichen Einwilligung, die Speicherung von Fotos und Videos, die Zugriffe der Zahnärzte und die Garantien für die Übermittlung in die USA.
Beispieltext für Ihr Banner
Für eine virtuelle Beratung werden Ihre Fotos und Angaben an Smile Virtual, einen Anbieter mit Sitz in den USA, übermittelt und von unserem Zahnarzt geprüft. Bitte bestätigen Sie Ihre ausdrückliche Einwilligung in diese Verarbeitung von Angaben zu Ihrer Zahngesundheit.
Was Smile Virtual setzt und kontaktiert
- Tracking-Methode
- Teledentistry consultation widget or link embedded on a dental practice website; detected through scripts or references to www.smilevirtual.com and app.smilevirtual.com. The patient uploads smile photos and receives a recorded video consultation from the dentist.
- Serverstandort
- United States (application hosted on Amazon Web Services, us-east-2 region)
- Datenübermittlung außerhalb der EU
- Smile Virtual Consult, LLC is a US company and its application runs on AWS in the United States. Photos, contact details and consultation videos are therefore processed in the US; check the vendor's transfer mechanism (EU-US Data Privacy Framework certification or Standard Contractual Clauses).
Kontaktierte Drittanbieter-Domains (2)
www.smilevirtual.comapp.smilevirtual.com
Häufige Fragen zu Smile Virtual
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns, wir antworten schnell.
Ist Smile Virtual ein Virtual-Try-on-Tool?
Nein. Smile Virtual ist eine Teledentistry-Plattform: Patienten laden Fotos ihres Lächelns hoch und ein echter Zahnarzt nimmt eine Videoberatung mit Behandlungsoptionen auf. Praxen nutzen sie, um Website-Besucher in Termine umzuwandeln.
Sind Fotos des Lächelns Gesundheitsdaten?
Das können sie sein. Zahnfotos mit einer Beschreibung der Beschwerden lassen Rückschlüsse auf die Mundgesundheit zu und fallen dann unter Art. 9 DSGVO, der eine ausdrückliche Einwilligung verlangt.
Wo speichert Smile Virtual die Patientendaten?
Die Smile Virtual Consult, LLC ist ein US-Unternehmen, die Anwendung läuft bei Amazon Web Services in den USA. Eine europäische Praxis muss diese Übermittlung mit einem geeigneten Mechanismus absichern.
Braucht das Smile-Virtual-Widget eine Cookie-Einwilligung?
Die Beratung ist ein vom Patienten gewünschter Dienst, nicht unbedingt erforderliche Cookies oder Tracker wie Analysewerkzeuge brauchen aber eine vorherige Einwilligung. Wird das Widget erst nach einem Klick geladen, verringert sich das Problem.
Was gehört in die Datenschutzerklärung der Praxis?
Nennen Sie Smile Virtual als Empfänger, die erhobenen Daten (Fotos, Kontaktdaten, Zahnprobleme), die Übermittlung in die USA, die Speicherdauer und wie Patienten ihre Einwilligung widerrufen oder die Löschung verlangen können.
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