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mParticle ist eine Customer Data Platform, die Events aus Web, Mobile und Server-Quellen sammelt und an Hunderte Marketing, Analytics und Data Warehouse Integrationen weiterleitet.
mParticle ist eine Customer Data Platform (CDP), die zwischen Ihren Datenquellen (Websites, Mobile Apps, Backend Services) und Ihren nachgelagerten Tools (Analytics, Werbung, E-Mail, CRM, Data Warehouse) sitzt. Events werden ueber das mParticle Web SDK, die Mobile SDKs oder die server seitige HTTP API erfasst, in ein einheitliches Schema normalisiert und an Hunderte Integrationen wie Braze, Google Analytics 4, Meta CAPI, Snowflake oder BigQuery weitergeleitet. mParticle gehoert seit 2024 zu Rokt und hat seinen Sitz in New York.
Im Web setzt das mParticle JavaScript SDK ein First Party Cookie (mprtcl-v4), das eine stabile Visitor ID ueber Sessions hinweg bewahrt, sowie ein Session Cookie (mprtcl-prevsessid). Es erfasst Seitenaufrufe, Custom Events, Screen Views, User Attribute und Identitaeten (E-Mail, Telefon, Customer ID). Die IDSync Funktion fuehrt Identitaeten ueber Geraete und Quellen hinweg zusammen und baut ein persistentes Nutzerprofil auf den mParticle Servern. Dieses Profil ist die Grundlage fuer den Audience Builder und alle angeschlossenen Destinationen.
Sobald das mParticle Web SDK im Browser laeuft, speichert und liest es Identifier auf dem Endgeraet. Nach Artikel 5(3) ePrivacy Richtlinie und § 25 TDDDG ist eine vorherige Einwilligung Pflicht, sofern das Cookie nicht strikt erforderlich ist. mParticle Events sind nicht strikt erforderlich, daher ist Einwilligung vor der SDK Initialisierung notwendig. Die nachgelagerte Rechtsgrundlage haengt von der jeweiligen Forwarding Regel ab: Werbe Destinationen benoetigen Einwilligung, ein transaktionaler E-Mail Anbieter kann sich auf Vertrag oder berechtigtes Interesse stuetzen.
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mParticle bietet eine native Consent State API. Ihre CMP muss setConsentState bei jedem Seitenaufruf aufrufen, damit jedes Event die Nutzerentscheidungen mitfuehrt (akzeptierte Zwecke, DSGVO Region, Zeitstempel, Dokumentversion). In mParticle definieren Sie dann Consent Forwarding Rules auf jeder Destination: ein Event wird nur an eine Integration gesendet, wenn der zugeordnete Zweck erteilt wurde. Ohne diese Konfiguration verteilt mParticle Events auch an abgelehnte Anbieter. Integrieren Sie den IAB TCF v2.2 String, wenn Sie mit Werbepartnern arbeiten.
Standardmaessig laeuft mParticle auf AWS in den USA, EU Personendaten werden also ausserhalb des EWR uebermittelt. mParticle stuetzt sich auf Standardvertragsklauseln und ist DPF zertifiziert (EU US Data Privacy Framework). Fuer europaeische Kunden steht ein EU Pod in Frankfurt (AWS eu-central-1) zur Verfuegung. Die Aktivierung dieses Pods ist der sauberste Weg, Transfers zu minimieren, befreit jedoch nicht von der Einwilligungspflicht nach ePrivacy.
Unterzeichnen Sie das mParticle Data Processing Addendum mit dem EU SCC Modul. Aktivieren Sie den EU Pod, wenn Ihre Zielgruppe ueberwiegend europaeisch ist. Blockieren Sie das mParticle SDK hinter Ihrer CMP und uebermitteln Sie den Consent State ueber die offizielle API. Deaktivieren Sie IDSync Regeln, die sensible Identifier ohne klare Rechtsgrundlage kombinieren. Pruefen Sie jede aktive Output Integration: jede ist ein eigener Datenfluss mit eigenem Zweck. Aktualisieren Sie Ihr Verarbeitungsverzeichnis und die Cookie Richtlinie mit der Liste der durch mParticle versorgten Anbieter.
Websites using mParticle must obtain user consent under GDPR regulations.
DPIA considerations
Eine DSFA ist dringend empfohlen, wenn mParticle persistente Cross Device Profile aufbaut, Events mit First Party Daten anreichert oder Identifier an Werbe Destinationen weiterleitet. Prüfen Sie vorrangig die IDSync Regeln, die Liste aktiver Output Integrationen und die auf dem Endgerät gesetzten Cookies.
Sample consent text
Wir nutzen mParticle, eine Customer Data Platform, um Daten zu Ihren Interaktionen mit unserer Website zu sammeln und an unsere Analytics und Marketing Partner weiterzuleiten. mParticle setzt Identifier auf Ihrem Endgerät und übermittelt diese an ausgewählte Drittanbieter, teils mit Sitz in den USA. Ohne Ihre Einwilligung erfolgt diese Erhebung und Weitergabe nicht.
Third-party domains contacted
mparticle.comjssdkcdns.mparticle.comidentity.mparticle.comnativesdks.mparticle.comwebview.mparticle.comCookies placed
| Name | Type | Duration | Purpose |
|---|---|---|---|
| mprtcl-v4 | Analytics | 1 year | Persistent mParticle visitor cookie storing the mParticle ID (MPID), session ID, identity map and serialised consent state. |
| mprtcl-prevsessid | Analytics | Session | Stores the previous mParticle session ID, used to compute session boundaries. |
| mprtcl-sync | Marketing | 1 year | Set when downstream forwarders that require ID sync are activated client side, to coordinate cookie matching with vendors such as Meta or Google. |
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Das mParticle Web SDK setzt First Party Cookies auf Ihrer eigenen Domain. Die wichtigsten sind mprtcl-v4 (persistentes Visitor Cookie mit mParticle ID, Session ID und Consent State) und mprtcl-prevsessid (Verweis auf die vorherige Session). Zusätzlicher Speicher kann im localStorage angelegt werden. Das SDK kann außerdem Cookies nachgelagerter Integrationen wie Meta oder Google synchronisieren, wenn diese Forwarder client seitig laufen.
Ja. Das mParticle SDK liest und schreibt Identifier auf dem Endgerät, was Artikel 5(3) ePrivacy bzw. § 25 TDDDG auslöst. Die nachgelagerten Destinationen (Analytics, Werbung, CDP Anreicherung) verarbeiten ebenfalls personenbezogene Daten nach Artikel 6 DSGVO. Sie müssen eine vorherige Einwilligung einholen und sie via Consent State API an mParticle weiterreichen.
Die Erhebung selbst stützt sich auf die Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO. Jede Forwarding Regel erbt die ursprüngliche Einwilligung oder hat eine eigene Grundlage: berechtigtes Interesse kann für ein Fraud Detection Tool gelten, ein Vertrag für einen transaktionalen E-Mail Anbieter, doch die Einwilligung bleibt die sicherste Standardlösung für Analytics und Werbung.
mParticle speichert und verarbeitet Daten standardmäßig auf AWS in den USA. Ein EU Pod in Frankfurt hält europäische Daten innerhalb des EWR. Bei Nutzung des US Pods stützen sich die Transfers auf Standardvertragsklauseln und das EU US Data Privacy Framework. Dokumentieren Sie den gewählten Mechanismus im Verarbeitungsverzeichnis.
Eine Datenschutzfolgenabschätzung ist empfehlenswert, wenn mParticle als zentrale CDP ein breites Anbieter Ökosystem versorgt, besondere Kategorien personenbezogener Daten verarbeitet oder Cross Device Tracking ermöglicht. Die Kombination aus IDSync, Audience Builder und Werbe Forwardern erfüllt in der Regel die EDPB Kriterien für eine verpflichtende DSFA.
Stellen Sie das mParticle SDK hinter ein Consent Gate, integrieren Sie die Consent State API mit Ihrer CMP, definieren Sie Consent Forwarding Rules auf jeder Output Integration, aktivieren Sie wenn möglich den EU Pod, unterzeichnen Sie das DPA mit EU SCC und beschränken Sie die erhobenen Datenpunkte auf das, was jede Geschäftsabsicht erfordert. Prüfen Sie aktive Integrationen vierteljährlich und entfernen Sie ungenutzte.
Weitere Customer Data Platforms sind Segment by Twilio, RudderStack (Open Source freundlich, mit EU Hosting), Tealium AudienceStream (EU Rechenzentren verfügbar), Hightouch (Reverse ETL) und BlueConic. Für kleinere Anforderungen kann ein server seitiger Google Tag Manager Container Events an einige Destinationen routen, ohne den Overhead einer vollwertigen CDP.
Führen Sie mParticle als Customer Data Platform mit den Cookies mprtcl-v4 und mprtcl-prevsessid, deren Zweck (Visitor Identifikation, Session Kontinuität, Consent State) und deren Laufzeit auf. Ergänzen Sie Ihre Datenschutzerklärung um einen Abschnitt, der erläutert, dass Events von mParticle Inc. verarbeitet und an die tatsächlich aktivierten nachgelagerten Anbieter weitergeleitet werden. Halten Sie die Destinationsliste mit der Realität synchron.