Envoy
Envoy ist ein quelloffener Edge- und Service-Proxy in C++, entstanden bei Lyft und heute ein Projekt der Cloud Native Computing Foundation (CNCF). Websites dahinter erkennt man am Antwort-Header server: envoy. Envoy leitet, verteilt und sichert HTTP-Verkehr auf der Infrastruktur des Betreibers, lädt nichts im Browser der Besucher und setzt standardmäßig keine Cookies. Eine Einwilligung ist daher nicht erforderlich.
Was macht Envoy?
Was ist Envoy?
Envoy ist ein leistungsfähiger Proxy für Cloud-native Anwendungen. Er wurde bei Lyft entwickelt, im September 2016 als Open Source veröffentlicht, 2017 in die Cloud Native Computing Foundation aufgenommen und im November 2018 zum Graduated-Projekt der CNCF. Envoy ist in C++ geschrieben und steht unter der Apache-2.0-Lizenz. Er dient als Edge-Proxy vor Websites und APIs, als Load Balancer und als Sidecar-Proxy in Service Meshes wie Istio. Nicht zu verwechseln ist er mit Envoy, der Software für Besuchermanagement in Büros, einem völlig anderen Produkt.
Wie Envoy auf einer Website erkennbar ist
Läuft eine Antwort über Envoy, trägt sie meist den Header server: envoy und häufig x-envoy-upstream-service-time mit der Bearbeitungszeit des Backends in Millisekunden. Technologie-Scanner stützen sich auf diese Header. Envoy verändert die HTML-Seite nicht, fügt keine Skripte ein und lässt den Browser keine zusätzlichen Domains kontaktieren. Viele Hosting-Plattformen und API-Gateways nutzen Envoy intern, daher kann der Header auch erscheinen, wenn der Betreiber ihn nicht selbst installiert hat.
Cookies und personenbezogene Daten
In der Standardkonfiguration setzt Envoy keine Cookies. Ein Betreiber kann ihn so konfigurieren, dass ein Cookie für Session-Affinität (Sticky Sessions) oder zustandsbehaftete Sitzungen erzeugt wird; Name und Laufzeit legt dann die Konfiguration fest, nicht Envoy. Als Proxy verarbeitet Envoy die IP-Adresse des Besuchers, die aufgerufene URL, Header und Zeitdaten und kann sie in Zugriffsprotokolle schreiben, wenn diese aktiviert sind.
DSGVO und Einwilligung
Für Envoy selbst ist keine Einwilligung nötig. Das Weiterleiten von Anfragen und der Schutz des Dienstes sind erforderlich, um die gewünschte Website bereitzustellen, und die Standardkonfiguration speichert nichts auf dem Endgerät. Ein konfiguriertes Sticky-Session-Cookie gilt in der Regel als unbedingt erforderlich für die Lastverteilung (§ 25 Abs. 2 TDDDG). Zugriffsprotokolle stützen sich auf das berechtigte Interesse (Sicherheit, Verfügbarkeit). Daten verlassen die EU nur, wenn der Betreiber Envoy oder seine Logs außerhalb der EU betreibt.
Praktische Schritte
- Prüfen, ob Zugriffsprotokolle aktiviert sind, und eine Speicherdauer festlegen.
- Ein in der Konfiguration definiertes Session-Affinity-Cookie dokumentieren.
- Die Protokolle des Reverse Proxys in der Datenschutzerklärung nennen.
- Envoy aktuell halten, da regelmäßig Sicherheitsversionen erscheinen.
- Den server-Header entfernen oder umschreiben, wenn Sie Ihre Infrastruktur nicht offenlegen möchten.
Envoy und die DSGVO
- Rechtsgrundlage
- Legitimate interest (Art. 6(1)(f) GDPR) for traffic routing, security and access logs
- Risikostufe
- low
- Anwendbare Vorschriften
- GDPR, ePrivacy Directive
Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
Envoy erfordert in der Regel keine Datenschutz-Folgenabschätzung: Es handelt sich um Infrastruktursoftware, die Verbindungsdaten zur Weiterleitung verarbeitet. Zu beachten sind Inhalt und Aufbewahrung der Zugriffsprotokolle, an Observability-Tools weitergegebene Header oder Traces und der Speicherort dieser Daten. Für den Gesamtdienst kann eine DSFA nötig sein, wenn er eine umfangreiche Überwachung umfasst.
Beispieltext für Ihr Banner
Anfragen an diese Website laufen über einen Reverse Proxy, der den Datenverkehr weiterleitet und absichert. Er speichert nichts auf Ihrem Gerät und bewahrt nur technische Verbindungsprotokolle zu Sicherheitszwecken auf.
Was Envoy setzt und kontaktiert
- Tracking-Methode
- Open source edge and service proxy placed in front of the website's servers, detected through the server: envoy and x-envoy-upstream-service-time response headers. Nothing is loaded in the browser.
- Serverstandort
- Self-hosted (runs on the infrastructure chosen by the site operator or its cloud provider)
- Cookieloser Modus verfügbar
- Ja
Häufige Fragen zu Envoy
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns, wir antworten schnell.
Was bedeutet der Header server: envoy?
Er zeigt, dass die Antwort über Envoy lief, den Open-Source-Proxy der CNCF. Betrieben werden kann er vom Websitebetreiber selbst oder von einer Hosting-Plattform bzw. einem API-Gateway, das Envoy intern nutzt.
Handelt es sich um Envoy, die Besuchermanagement-Software?
Nein. Der Header server: envoy steht für Envoy Proxy von envoyproxy.io. Das gleichnamige Tool für Besuchermanagement in Büros stammt von einem anderen Unternehmen.
Setzt Envoy Cookies?
Standardmäßig nicht. Ein Betreiber kann ein Cookie für Sticky Sessions oder zustandsbehaftete Sitzungen konfigurieren; Name und Laufzeit werden in der Envoy-Konfiguration festgelegt.
Brauche ich eine Einwilligung, weil meine Website hinter Envoy läuft?
Nein. Envoy leitet Anfragen nur weiter und schützt sie, und in der Standardkonfiguration wird nichts auf dem Endgerät gespeichert. Ob eine Einwilligung nötig ist, hängt von den übrigen Tools der Website ab.
Wer entwickelt Envoy?
Envoy entstand bei Lyft und ist heute ein Graduated-Projekt der Cloud Native Computing Foundation, an dem Mitwirkende vieler Unternehmen unter der Apache-2.0-Lizenz arbeiten.
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