Dieser Leitfaden ist die Referenzseite unserer Consent-Mode-Reihe. Er behandelt, was Consent Mode v2 ist und warum er verpflichtend ist, die vier Parameter, die Wahl zwischen Basic und Advanced, die Implementierung Schritt für Schritt mit oder ohne Google Tag Manager, die Einrichtung auf den wichtigsten Website-Baukästen, das Zusammenspiel mit GA4, anderen Werbeplattformen und serverseitigem Tagging, die häufigsten Fehler, die typischen Meldungen im Tag Assistant und eine abschließende Checkliste. Jeder Abschnitt verweist auf einen eigenen Artikel, wenn Sie tiefer einsteigen möchten.
Was ist Google Consent Mode v2?
Consent Mode ist eine Google-Funktion, die das Verhalten der Google-Tags an die Einwilligung Ihres Besuchers anpasst. Er ist die Brücke zwischen Ihrem DSGVO-konformen Cookie-Banner, das Ihre Consent-Management-Plattform (CMP) steuert, und den Google-Diensten, die Sie nutzen: Google Analytics 4, Google Ads, Floodlight und der Conversion Linker. Statt eines einfachen "laden oder nicht laden" erhalten die Tags Einwilligungssignale, die ihnen sagen, ob Analyse- und Werbespeicherung erlaubt sind, und sie passen an, was sie schreiben und senden.
Behalten Sie von Anfang an eines im Kopf: Consent Mode v2 ersetzt nicht die DSGVO-Konformität. Ihr Banner muss weiterhin eine Ablehnung anbieten, die so einfach ist wie die Zustimmung, Auswahl nach Kategorien und einen Nachweis der Einwilligung. Consent Mode übermittelt nur das Ergebnis dieser Entscheidung an Google. Ein perfekter Consent Mode hinter einem Banner, das zur Zustimmung drängt, verstößt weiterhin gegen die Voraussetzungen einer wirksamen DSGVO-Einwilligung.
Consent Mode v1 und v2: was sich geändert hat
Google führte die erste Version 2020 mit zwei Parametern ein, analytics_storage und ad_storage. Consent Mode v2 kam im November 2023 und brachte zwei Neuerungen:
- zwei neue Parameter,
ad_user_dataundad_personalization, die beschreiben, was Google mit den Daten tun darf, statt welche Cookies geschrieben werden dürfen; - eine formale Unterscheidung zwischen Basic- und Advanced-Implementierung mit unterschiedlichen Folgen für die Modellierung.
Eine Website, die nur die beiden v1-Parameter sendet, liefert aus Sicht von Google nicht die Einwilligung, die für die Werbenutzung nötig ist: Remarketing-Listen und Personalisierung funktionieren für EWR-Traffic nicht mehr, selbst wenn der Besucher auf "Akzeptieren" geklickt hat.
Ist Google Consent Mode v2 Pflicht?
Rechtlich erwähnt kein Gesetz den Consent Mode. Vertraglich ja, für die meisten Werbetreibenden. Google wendet seine Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU an und muss, seit der Digital Markets Act Google als Gatekeeper eingestuft hat, nachweisen, dass eine Einwilligung vorliegt, bevor personenbezogene Daten von EWR-Nutzern für Werbung verwendet werden. Seit März 2024 verlangt Google, dass Werbetreibende diese Einwilligung über Consent Mode v2 übermitteln (oder über einen IAB-TCF-v2.2-String, siehe unseren Leitfaden zum TCF 2.2). Unser Artikel über den Digital Markets Act und Cookies erklärt, wie die Verordnung bei Ihren Tags angekommen ist.
Wenn Ihre Website gar kein Google-Tag lädt, betrifft Sie Consent Mode nicht. Wenn Sie nur GA4 ohne Google Ads nutzen, ist er nicht zwingend vorgeschrieben, aber ohne ihn erfährt GA4 nie von der Ablehnung und Sie verlieren die Verhaltensmodellierung.
Was sich für Ihre Kampagnen ändert
Ohne gültige Consent-Mode-v2-Signale leiden drei Bereiche:
- Google Ads: Die Conversion-Modellierung funktioniert nicht. Google kann weder die Conversions von Nutzern schätzen, die abgelehnt haben, noch Smart Bidding richtig versorgen.
- GA4: Sitzungen, Ereignisse und Customer Journeys von EWR-Besuchern werden nicht mehr korrekt erfasst, Ihre Berichte werden lückenhaft.
- Remarketing-Zielgruppen:
ad_user_dataundad_personalizationmüssen mit dem Statusgrantedgesendet werden, damit Google die Daten für Werbung und Personalisierung nutzen darf. Ohne sie schrumpfen Ihre Zielgruppen oder füllen sich nicht mehr.
Die Folgen für Gebote, Attribution und Zielgruppengröße beschreiben wir in unserem Artikel über die Auswirkungen von Consent Mode v2 auf Google-Ads-Kampagnen. Browser-Einschränkungen wie Safaris Intelligent Tracking Prevention verringern die Reichweite von Cookies zusätzlich, was Consent Mode und seine Modellierung noch wichtiger macht.
Anzeichen einer fehlerhaften Implementierung
Einige Signale sollten Sie aufhorchen lassen: ein Rückgang der gemessenen Conversions im EWR-Traffic in Google Ads, Warnungen im Tab Diagnose Ihrer Conversion-Aktionen, fehlende Modellierung in GA4, Remarketing-Listen, die nicht mehr wachsen, oder Meldungen im Tag Assistant über fehlende Einwilligungssignale.
Die vier Parameter von Consent Mode v2
Jeder Parameter hat den Wert granted oder denied:
analytics_storage: Speicherung von Analyse-Cookies (Besuchsdauer, aufgerufene Seiten, Gerätetyp). Gab es schon in v1.ad_storage: Speicherung von Werbe-Cookies. Gab es ebenfalls schon in v1.ad_user_data: Einwilligung, Nutzerdaten zu Werbezwecken an Google zu senden. Neu in v2.ad_personalization: Einwilligung in personalisierte Werbung, einschließlich Remarketing. Neu in v2.
Die Unterscheidung ist wichtig. analytics_storage und ad_storage regeln die Erhebung (welche Cookies geschrieben werden dürfen), ad_user_data und ad_personalization regeln die Nutzung (was Google mit den Daten tun darf). Genau das macht v2 feiner als v1.
Jeder Parameter entspricht einer der DSGVO-Cookie-Kategorien in Ihrem Banner: Statistik für analytics_storage, Marketing für die drei Werbesignale. Drei weitere Speichertypen existieren (functionality_storage, personalization_storage und security_storage), Google-Tags lesen sie aber nicht: Sie sind nur nützlich, wenn Sie sie selbst in GTM-Triggern verwenden.
Wie die Signale in einer Anfrage aussehen
Den Einwilligungsstatus können Sie direkt in den Anfragen an Google ablesen. Der Parameter gcs trägt den Speicherstatus: G100 bedeutet, dass beide Speicherarten abgelehnt sind, G111, dass beide erlaubt sind, G110 und G101, dass nur die Werbe- oder nur die Analysespeicherung erlaubt ist. Der mit v2 eingeführte Parameter gcd kodiert alle vier Signale und zeigt, ob jedes aus einem Standardwert oder einem Update stammt. Sehen Sie gcs=G111 auf einer Seite, auf der der Besucher abgelehnt hat, ist ein Tag Ihrem Banner entwischt.
Consent Mode Basic oder Advanced: welcher Modus passt?
Diese Unterscheidung bestimmt, was Sie tatsächlich messen, wenn ein Besucher ablehnt.
Basic-Modus
Google-Tags laden erst, wenn der Besucher eingewilligt hat. Lehnt er ab, wird überhaupt nichts an Google gesendet. Das ist der strengste Ansatz für den Datenschutz, aber Sie verlieren jedes Signal von Nutzern, die ablehnen. Google kann nur ein allgemeines Modell auf Basis der Daten mit Einwilligung anwenden, das weniger genau ist.
Advanced-Modus
Google-Tags laden, bevor der Besucher mit dem Banner interagiert, mit allen Parametern auf denied. Solange keine Einwilligung vorliegt, schreiben sie keine Cookies und senden nur cookielose Pings mit nicht identifizierenden Informationen wie Zeitstempel, Browsertyp, Referrer und Einwilligungsstatus. Google nutzt diese Pings, um Conversions und Verhalten deutlich genauer zu modellieren, selbst bei hoher Ablehnungsrate.
Ist der Advanced-Modus mit der DSGVO vereinbar?
Der Basic-Modus genügt, um die Anforderungen von Google zu erfüllen und Remarketing für einwilligende Nutzer zu behalten. Der Advanced-Modus liefert verlässlichere Daten, was bei hohen Google-Ads-Budgets zählt, wirft aber eine rechtliche Frage auf: Der cookielose Ping sendet trotzdem eine Anfrage mit IP-Adresse und User Agent des Besuchers an Google, was als Verarbeitung personenbezogener Daten ohne Einwilligung gewertet werden kann. Die europäischen Aufsichtsbehörden, auch die DSK, haben keine spezifische Position zu Consent Mode veröffentlicht. Lassen Sie diese Wahl daher von Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsabteilung prüfen, auch mit Blick auf das TDDDG. Unser Vergleich Consent Mode Basic vs. Advanced vertieft diese Abwägung.
Conversion-Modellierung und ihre Schwellenwerte
Die Modellierung startet nicht automatisch. In Google Ads nennt Google ein Minimum von etwa 700 Anzeigenklicks über 7 Tage pro Land und Domaingruppe. In GA4 verlangt die Verhaltensmodellierung mindestens 1.000 Ereignisse pro Tag mit abgelehntem analytics_storage an mindestens 7 Tagen sowie mindestens 1.000 tägliche Nutzer mit erlaubtem analytics_storage an mindestens 7 der vorangegangenen 28 Tage. Unterhalb dieser Volumen bleiben die Lücken einfach leer. Der verlässlichste Weg, Daten zurückzugewinnen, bleibt, Ihre Cookie-Einwilligungsrate zu verbessern, mit einem klaren und ehrlichen Banner.
Google Consent Mode v2 einrichten: Schritt für Schritt
Schritt 1: Tags erfassen und eine CMP mit v2-Unterstützung wählen
Bevor Sie etwas konfigurieren, prüfen Sie, was Ihre Website tatsächlich lädt. Prüfen Sie in 30 Sekunden mit dem kostenlosen Cookie-Scanner, welche Cookies und Google-Tags Ihre Website vor der Einwilligung setzt. Das Ergebnis zeigt, ob GA4, Google Ads, Floodlight oder Pixel von Drittanbietern vor dem Banner feuern.
Ihre CMP (falls der Begriff neu ist: was eine Consent-Management-Plattform ist) zeigt dann das Banner an, erfasst die Entscheidung und übermittelt sie an die Google-Tags. Google führt die CMPs, mit denen es zusammenarbeitet, in seinem CMP Partner Program auf. Welches Tool Sie auch wählen: Prüfen Sie, dass es alle vier Parameter sendet, nicht nur die beiden aus v1. Unterstützt Ihre CMP v2 nicht, müssen Sie die Signale selbst in GTM umsetzen, was fehleranfälliger ist. Unser Leitfaden zur Auswahl einer Consent-Management-Plattform listet die Kriterien.
Schritt 2: den Standardzustand vor jedem Google-Tag setzen
Vor jeder Interaktion mit dem Banner müssen alle vier Parameter für EWR-Besucher denied sein. Dieser Befehl muss vor jedem Google-Tag laufen, idealerweise als erstes Skript im <head>, oberhalb des Google-Tag-Manager-Snippets:
gtag('consent', 'default', { 'ad_storage': 'denied', 'analytics_storage': 'denied', 'ad_user_data': 'denied', 'ad_personalization': 'denied', 'wait_for_update': 500 });
wait_for_update weist die Google-Tags an, bis zu 500 ms zu warten, bis die CMP eine bei einem früheren Besuch gespeicherte Entscheidung übermittelt. Ein wiederkehrender Besucher, der bereits zugestimmt hat, wird so ab dem ersten Hit korrekt gemessen.
Ist Ihr Publikum weltweit und wollen Sie die restriktiven Standardwerte nur in Europa, akzeptiert der Default-Befehl einen Parameter region mit einer Liste von Ländercodes. Vorsicht: Ein falsch lokalisierter Besucher erhält dann den freizügigen Standardwert, weshalb viele europäische Websites überall denied beibehalten.
Schritt 3: die Einwilligung nach der Entscheidung aktualisieren
Wenn der Besucher zustimmt, ablehnt oder individuell auswählt, ruft die CMP gtag('consent', 'update', {...}) mit den Werten der akzeptierten Kategorien auf. Akzeptiert er Statistik, lehnt aber Werbung ab, erhalten Sie analytics_storage: 'granted', die drei anderen Parameter bleiben denied.
Consent Mode speichert selbst nichts. Ihre CMP muss die Entscheidung aufbewahren (Cookie oder Local Storage) und bei jedem Seitenaufruf erneut die richtigen Zustände senden. Sonst erhält Google widersprüchliche Signale, was die Modellierung verfälscht. Diese Speicherung ist auch die Grundlage für den Nachweis der Cookie-Einwilligung, den Aufsichtsbehörden erwarten.
Schritt 4: die ergänzenden Funktionen aktivieren
url_passthroughreicht Anzeigenklick-Kennungen (GCLID, DCLID) über interne URLs weiter, solangead_storageabgelehnt ist, und erhält so die Attribution, falls der Besucher später zustimmt.ads_data_redactionentfernt bei abgelehntemad_storagedie Anzeigenklick-Kennungen aus den Pings an Google.
Schritt 5: die Einwilligung in Ihren GTM-Tags konfigurieren
Im Google Tag Manager haben Google-Tags (GA4, Google Ads, Floodlight) integrierte Einwilligungsprüfungen: Sie lesen die Consent-Mode-Signale selbst, ohne Konfiguration. Nicht-Google-Tags (Meta Pixel, LinkedIn, Hotjar, benutzerdefiniertes HTML) tun das nicht: Wählen Sie unter Erweiterte Einstellungen > Einwilligungseinstellungen die Option Zusätzliche Einwilligung für das Auslösen des Tags erforderlich und fügen Sie das passende Signal hinzu, zum Beispiel ad_storage für ein Werbepixel. Wenn Sie den Standardzustand in GTM statt in der Seite setzen, nutzen Sie den Trigger Consent Initialization - All Pages, damit er vor allen anderen Tags läuft.
Unser Leitfaden zu Google Tag Manager und Consent Mode beschreibt diese Einrichtung im Detail, einschließlich der Einwilligungsübersicht und der Community-Vorlagen.
Schritt 6: prüfen
- Öffnen Sie GTM im Vorschau-Modus: Der Tag Assistant öffnet sich auf Ihrer Website. Wählen Sie ein Google-Tag, dann den Tab Consent. Die Standardspalte muss für alle vier Signale
deniedzeigen und nach einem Klick auf Akzeptieren aufgrantedwechseln. - Filtern Sie im Netzwerk-Tab Ihres Browsers nach
collectund lesen Sie die Parametergcsundgcdvor und nach Ihrer Entscheidung. - Öffnen Sie in GA4 Verwaltung > Datenstreams, wählen Sie Ihren Webstream und prüfen Sie, ob Einwilligungssignale erkannt werden.
- Öffnen Sie in Google Ads den Tab Diagnose Ihrer Conversion-Aktionen, um den Consent-Mode-Status zu bestätigen.
- Testen Sie den vollständigen Ablauf: Ablehnung, teilweise Zustimmung, volle Zustimmung, dann ein erneuter Seitenaufruf. In jedem Fall müssen sich die Tags wie erwartet verhalten. Einen vollständigen Testplan (Konsole, Tag Assistant, Parameter
gcsundgcd, Cookies und alle Einwilligungsszenarien) finden Sie in unserer Anleitung Consent Mode v2 prüfen.
Consent Mode v2 auf Squarespace, WordPress, Shopify und anderen Plattformen
Das Prinzip ändert sich nie, wohl aber die Stelle, an der Sie den Standardzustand einfügen. Die Regel ist überall gleich: Das CMP-Snippet und seine Standardwerte müssen oberhalb jedes Google-Tags stehen, und die native Google-Integration der Plattform darf kein Tag davor einschleusen.
- Squarespace: Das eingebaute Google-Analytics-Feld lädt GA4 sehr früh. Unser Leitfaden zu Squarespace und Google Consent Mode v2 zeigt, wo die Code-Injektion hingehört und was zu entfernen ist.
- WordPress und WooCommerce: Site Kit, Analyse-Plugins und das CMP-Plugin können alle Einwilligungszustände senden. Behalten Sie nur eine Quelle, wie in unserem Leitfaden zur Cookie-Einwilligung in WordPress beschrieben.
- Shopify: Shopify hat eine eigene Customer Privacy API, auf die sich die App Google & YouTube stützt. Unser Leitfaden zur Cookie-Konformität bei Shopify erklärt, wie sie mit einem Banner eines Drittanbieters zusammenspielt.
- Webflow, Wix und Next.js: Siehe den Webflow-Leitfaden, den Wix-Leitfaden und den Next.js-Leitfaden, jeweils mit dem Einfügepunkt, der zuerst ausgeführt wird.
Consent Mode und Google Analytics 4
GA4 ist das Google-Tag, das die meisten Websites laden, und das, bei dem Consent-Mode-Fehler am sichtbarsten sind. Bei abgelehntem analytics_storage schreibt GA4 weder _ga noch _ga_<Container-ID>; unser Artikel über die Cookies _ga, _gid und _gat erklärt, was jedes davon speichert und wie lange.
Consent Mode klärt nicht die übergeordnete Frage, ob GA4 in Europa überhaupt rechtmäßig eingesetzt werden kann (Datenübermittlungen, IP-Adressen, Aufbewahrungsfristen): Das behandelt unser Leitfaden Ist Google Analytics DSGVO-konform?. Google Signals fügt eine weitere Ebene hinzu, da es GA4-Daten mit angemeldeten Google-Konten verknüpft und von ad_personalization abhängt; siehe unseren Leitfaden zu Google Signals und DSGVO. Wenn Sie ganz ohne Einwilligung messen wollen, finden Sie die Alternativen in unserem Leitfaden zu Cookieless Analytics.
Über Google hinaus: Einwilligungssignale von Microsoft, Amazon und Meta
Consent Mode steuert nur Google-Tags. Andere Werbeplattformen haben eigene Mechanismen entwickelt, und Ihre CMP muss auch diese versorgen:
- Microsoft Advertising liest ein Einwilligungssignal in seinem UET-Tag, im Ansatz ähnlich wie Google. Unser Leitfaden zum Microsoft UET Consent Mode zeigt die Befehle und wie Sie sie testen.
- Amazon Ads hat das Amazon Consent Signal eingeführt; siehe unseren Leitfaden zum Amazon Consent Signal (ACS).
- Meta-, TikTok- und LinkedIn-Pixel haben kein Gegenstück zum Consent Mode, das das Blockieren ersetzen würde. Sie dürfen nicht vor der Einwilligung laden; unser Leitfaden zu Meta Pixel und DSGVO erklärt, wie Sie sie zurückhalten.
Consent Mode und serverseitiges Tagging
GA4 oder Google Ads in einen serverseitigen GTM-Container zu verlagern, macht die Einwilligung nicht überflüssig. Der Einwilligungsstatus wandert mit jedem Ereignis zu Ihrem Server-Container, und die Server-Tags müssen ihn genauso respektieren. Ein Server-Container, der die Einwilligungsparameter entfernt oder für alle Besucher First-Party-Cookies setzt, unterbricht die Kette. Unser Artikel über serverseitiges Tagging und Einwilligung zeigt, was sich ändert und was nicht.
Beeinflusst Consent Mode SEO oder Ladezeit?
Consent Mode selbst hat keinen Einfluss auf das Ranking. Das Skript, das ihn trägt, schon: Eine schwere, synchron geladene CMP kann das Rendering verzögern und die Core Web Vitals verschlechtern. Der Inline-Default-Befehl wiegt ein paar hundert Bytes; entscheidend ist, wie das Banner geladen wird. Unser Artikel zur Auswirkung einer CMP auf die Core Web Vitals liefert die Messwerte.
Häufige Fehler bei Consent Mode v2 und wie Sie sie vermeiden
- Kein Standardzustand. Ohne expliziten Standardwert verhalten sich Google-Tags, als läge eine Einwilligung vor. Setzen Sie immer alle vier Parameter vor GTM auf
denied. - Die beiden v2-Parameter vergessen. Viele Setups senden
ad_storageundanalytics_storage, aber nichtad_user_dataundad_personalization. Remarketing und Personalisierung funktionieren dann nicht mehr, selbst nach Zustimmung. - Falsche Ausführungsreihenfolge. Lädt ein Google-Tag vor dem Standardzustand, verwendet es implizite Werte, die nicht unbedingt Ihrer Richtlinie entsprechen. Eine CMP, die ihre Signale erst nach den Tags sendet, führt zum gleichen Ergebnis.
- Eine native Integration, die Google zuerst lädt. Das Google-Analytics-Feld eines Baukastens oder ein Plugin kann GA4 oberhalb Ihrer CMP einschleusen. Entfernen Sie es und laden Sie GA4 über GTM oder die CMP.
- Keine Persistenz zwischen Seiten. Sendet die CMP die gespeicherte Entscheidung nicht auf jeder Seite erneut, erhält Google widersprüchliche Signale.
- Advanced-Modus mit einer CMP, die Google-Tags blockiert. Verhindert die CMP das Laden der Google-Tags vor der Einwilligung, kann kein cookieloser Ping gesendet werden und die erweiterte Modellierung startet nie.
- Consent Mode mit Skript-Blockierung verwechseln. Jeder Tracker außerhalb von Google muss separat blockiert werden.
- Doppelte Implementierungen. Senden Ihre CMP, ein Plugin und eigener Code jeweils Einwilligungszustände, verursachen die widersprüchlichen Signale Fehler. Behalten Sie eine einzige Quelle.
- Ein funktionierender Consent Mode hinter einem nicht konformen Banner. Einfache Ablehnung, Granularität und Einwilligungsnachweis bleiben Pflicht. Vermeiden Sie die Dark Patterns in Cookie-Bannern, die Behörden sanktionieren.
Fehlerbehebung: 5 häufige Meldungen im Tag Assistant
"No consent default found"
Der Default-Befehl fehlt oder feuert nach den Google-Tags. Er muss zuerst laufen. Wenn Sie ihn in GTM setzen, verwenden Sie den Trigger Consent Initialization - All Pages, nicht den Standard-Trigger All Pages.
"ad_user_data or ad_personalization not set"
Ihre CMP sendet nur die v1-Parameter. Aktualisieren Sie ihre Konfiguration oder wechseln Sie zu einer CMP, die alle vier Signale nativ sendet.
"Consent state is always granted"
Ihr Standardzustand ist granted statt denied für EWR-Besucher. Die Tags feuern, bevor der Besucher mit dem Banner interagiert, was nicht DSGVO-konform ist. Setzen Sie alle vier Parameter standardmäßig auf denied.
Conversions fallen auf null
Prüfen Sie im Tag Assistant, ob der Zustand nach einem Klick auf Akzeptieren von denied auf granted wechselt. Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihre Conversion-Tags nicht nur bei Consent Initialization feuern.
Modellierung inaktiv oder zu wenige Daten
Sie liegen vermutlich unter den oben beschriebenen Schwellenwerten. Zwei Hebel: ein klareres Banner, das die Einwilligungsrate erhöht, oder der Wechsel in den Advanced-Modus nach rechtlicher Prüfung.
Checkliste zur Implementierung von Consent Mode v2
- Website scannen, um die geladenen Google- und Drittanbieter-Tags zu erfassen.
- Prüfen, ob Ihre CMP Consent Mode v2 nativ unterstützt und alle vier Parameter sendet.
- Den Standardzustand für alle vier Parameter auf
deniedsetzen, vor GTM, ganz oben im<head>. - Jede native Google-Integration entfernen, die ein Tag vor den Standardwerten lädt.
- Prüfen, ob die CMP nach jeder Entscheidung
gtag('consent', 'update')aufruft und die gespeicherte Entscheidung auf jeder Seite erneut sendet. - Nach Rücksprache mit Ihrem Datenschutzbeauftragten zwischen Basic und Advanced wählen.
url_passthroughaktivieren (undads_data_redaction, wenn Klick-Kennungen aus den Pings entfernt werden sollen).- Jedem Nicht-Google-Tag in GTM eine zusätzliche Einwilligungsprüfung hinzufügen.
- Die Einwilligungssignale für Microsoft UET und Amazon versorgen, wenn Sie dort werben.
- Die Reihenfolge der Default- und Update-Ereignisse im Tag Assistant und in den Parametern
gcsundgcdprüfen. - In GA4 (Verwaltung > Datenstreams) und in Google Ads (Conversion-Diagnose) bestätigen, dass die Signale erkannt werden.
- Ablehnung, teilweise Zustimmung und volle Zustimmung testen.
Wie FlowConsent Google Consent Mode v2 umsetzt
FlowConsent setzt Consent Mode v2 nativ um, ohne zusätzliche Vorlage oder Plugin. Ihr Integrations-Snippet beginnt mit einem Inline-Skript, das die vier Standardwerte denied, wait_for_update: 500, url_passthrough und ads_data_redaction festlegt, bevor ein Google-Tag lädt, und das Banner sendet gtag('consent', 'update', …), sobald der Besucher entscheidet. Bei Ablehnung bleiben die Google-Tags im cookielosen Modus und senden gcs=G100-Pings, die der Compliance-Scan als konform erkennt. Wird ein Google-Tag vor den Standardwerten eingereiht, protokolliert das Banner einen Konsolenfehler mit dem Namen des Tags, damit Sie es entfernen können. Mit GTM gehört das Snippet oberhalb des Containers, nie hinein. Die Details stehen in der Dokumentation zu Google Consent Mode und in der Installationsanleitung für Google Tag Manager. FlowConsent ist bis 25.000 Sitzungen pro Monat kostenlos, in Europa gehostet und in etwa zehn Minuten installiert.