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Salesforce Marketing Cloud Account Engagement (ehemals Pardot) ist eine B2B Marketing Automation Plattform mit Lead Capture Formularen, E Mail Marketing, Lead Scoring und Grading, Drip Kampagnen und Website Besucher Tracking über den Pardot Tracking Code. Die Plattform setzt persistente visitor_id Cookies, verknüpft anonyme Besuche nach einer Formularübermittlung mit identifizierten Interessenten und speist Engagement Daten in das Salesforce CRM. B2B Vertriebs und Marketingteams nutzen sie, um Leads zu qualifizieren, Account Interesse zu messen und Vertriebsworkflows auszulösen.
Salesforce Marketing Cloud Account Engagement, weiterhin unter dem früheren Namen Pardot bekannt, ist eine B2B Marketing Automation Plattform mit enger Integration in das Salesforce CRM. Sie kombiniert Landingpages, Lead Capture Formulare, E Mail Marketing, Nurture Programme, Lead Scoring und Grading sowie eine Account basierte Engagement Sicht. Der datenschutzrechtlich sensibelste Bestandteil ist der Pardot Tracking Code, ein JavaScript Snippet (häufig pi.js), das auf jeder Seite der Marketing Website eingebunden wird. Nach Einwilligung schreibt das Skript ein First Party Cookie mit einer visitor_id, die an die Pardot Konto Kennung (piAId) gebunden ist, erfasst Seitenaufrufe, Verweildauer, Formularübermittlungen und Klicks und sendet diese Ereignisse an einen Salesforce Endpoint wie pi.pardot.com oder das konfigurierte Tracker Subdomain. Sobald ein bisher anonymer Besucher ein Formular absendet, führt Pardot Cookie Stitching durch: Die visitor_id wird mit dem Prospect Datensatz inklusive E Mail Adresse verbunden, und alle bisherigen Seitenaufrufe werden nachträglich identifizierbar. Genau deshalb ist eine vorherige Einwilligung unverzichtbar.
Pardot wirft mehrere DSGVO Themen auf, die über klassische Analyse Tools hinausgehen. Die Plattform betreibt systematisches Profiling, indem sie Interessenten numerische Scores und Buchstaben Grades zuweist. Dies löst die automatische Zuteilung an Vertriebsmitarbeitende und die Aufnahme in zielgerichtete E Mail Kadenzen aus. Artikel 22 DSGVO gewährt das Recht, nicht einer ausschließlich auf automatisierter Verarbeitung beruhenden Entscheidung unterworfen zu sein, die rechtliche oder ähnlich erhebliche Wirkung entfaltet. Aggressive Vertriebsansprache auf Basis des Scorings kann sich dieser Grenze annähern. Die Lebensdauer der Cookies ist ebenfalls ungewöhnlich lang: Pardot Besucher Cookies bestehen standardmäßig bis zu zehn Jahre, was sehr weitreichende rückwirkende Profile ermöglicht. Schließlich muss der Mechanismus des Cookie Stitching, der anonyme Verlaufsdaten nachträglich einer identifizierten Person zuordnet, transparent in der Datenschutzerklärung dargestellt sein und bereits vom ersten Seitenaufruf an auf einer gültigen Rechtsgrundlage beruhen.
Die wichtigsten Cookies des Pardot Skripts sind visitor_id mit angehängter Kontonummer (zum Beispiel visitor_id12345), das die eindeutige Besucherkennung speichert, lpv mit Kontonummer für den Zeitstempel des letzten Seitenaufrufs, ein Session Cookie pardot für kurzfristige Kontinuität und pi_opt_in, das den Einwilligungsstatus festhält, wenn Sie die Opt In API einsetzen. Je nach Konfiguration der Tracker Domain werden diese Cookies im First Party Kontext auf der eigenen Marketing Domain oder im Third Party Kontext auf pi.pardot.com gesetzt. Alle sind nach Paragraf 25 TDDDG (vormals TTDSG) und Artikel 5(3) der ePrivacy Richtlinie nicht unbedingt erforderlich, da sie sitzungsübergreifender Marketing Analyse und der Lead Identifikation dienen und nicht der Auslieferung der angeforderten Seite.
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Account Engagement wird von Salesforce Inc. mit Primärinfrastruktur in den USA betrieben. Europäische Kunden können den EU Pod aktivieren, der die Produktionsdatenbank in Frankfurt belässt, doch globaler Support, Unterauftragsverarbeiter und Marketing Cloud Integrationen können dennoch Übermittlungen außerhalb des EWR auslösen. Salesforce stützt sich auf die Standardvertragsklauseln in der Fassung von 2021 und ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework, dessen UK Extension und dem Swiss-U.S. DPF selbst zertifiziert. Verantwortliche sollten diese Übermittlungskette im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten dokumentieren, eine Transfer Impact Assessment durchführen, die US Überwachungsgesetze wie FISA 702 und Executive Order 14086 berücksichtigt, und die Übermittlung deutlich in Datenschutzerklärung und Cookie Banner ausweisen.
Ein rechtskonformer Einsatz beginnt mit dem Consent Management. Das Pardot Snippet ist standardmäßig zu blockieren und erst nach Annahme der Marketing oder Werbe Kategorie in Ihrer CMP zu laden, wobei bereits gesetzte Cookies bei Ablehnung gelöscht werden. Konfigurieren Sie ein First Party Tracker Subdomain, damit die Cookies auf Ihrer eigenen Marketing Domain abgelegt werden. Das verlängert ihre Lebensdauer in Safari (ITP) und reduziert Cross Site Risiken. Verkürzen Sie die Cookie Laufzeit vom Standard von zehn Jahren auf das für Ihren Vertriebszyklus notwendige Minimum, typischerweise sechs bis vierundzwanzig Monate. Nutzen Sie die Pardot Consent API, um Opt Outs umzusetzen, Profile von Personen mit Löschanspruch zu unterdrücken und den Betroffenenrechte Workflow in Salesforce einzubinden. Beschränken Sie Formularfelder auf das für den angegebenen Zweck strikt Erforderliche, trennen Sie Einwilligungen zu Marketingkommunikation und Cookies sauber und dokumentieren Sie die Aufbewahrungsfristen für die Aktivitätshistorie.
Für Organisationen, die einen schlankeren Marketing Footprint anstreben, kommen als Alternativen HubSpot Marketing Hub (US Anbieter, ähnliches Profil), Adobe Marketo Engage (US Infrastruktur mit EU Optionen) sowie europäische Anbieter wie Brevo (ehemals Sendinblue), ActiveCampaign mit EU Residency, Mautic (Open Source, selbst gehostet) oder Plezi für B2B in Betracht. Bei besonders sensiblen Zielgruppen (öffentlicher Sektor, Gesundheitswesen, Recht) empfiehlt sich eine serverseitige Lead Erfassung mit Übergabe ausschließlich der eingewilligten Formulardaten an das CRM, ergänzt durch eine cookielose Analyse Lösung zur Erfolgsmessung ohne persistente Identifikatoren.
Websites using Salesforce Marketing Cloud Account Engagement must obtain user consent under GDPR regulations.
DPIA considerations
Eine Datenschutz Folgenabschätzung (DSFA) ist nach Artikel 35 DSGVO dringend empfohlen und in vielen Fällen verpflichtend. Pardot umfasst eine systematische Beobachtung von Website Besuchern, persistente sitzungsübergreifende Identifikatoren, automatisiertes Lead Scoring (eine Form des Profilings, die sich erheblich auf die kontaktierten Personen auswirken kann), die Verarbeitung von Kontaktdaten in großem Umfang und internationale Übermittlungen in die USA. Die DSFA sollte prüfen, ob das Verhaltens Tracking gegenüber weniger eingriffsintensiven Alternativen (serverseitige Formularverarbeitung ohne persistente Cookies) erforderlich ist, welche Speicherdauern für die Besucherhistorie gelten, welche Wirkung das automatisierte Scoring auf Interessenten hat, ob SCC und DPF ausreichende Garantien bieten, wie Transparenz gegenüber zunächst anonymen Besuchern hergestellt wird, und welche Rechte aus Artikel 22 DSGVO bezüglich Profiling bestehen.
Sample consent text
Wir verwenden Salesforce Marketing Cloud Account Engagement (Pardot), um wiederkehrende Besucher zu erkennen, Interesse an unseren Produkten zu messen, Marketingkampagnen zuzuordnen und relevante Folgekommunikation zu versenden. Der Dienst speichert visitor_id Cookies auf Ihrem Gerät, verknüpft Ihre Aktivität mit Ihrer E Mail Adresse, sobald Sie ein Formular absenden, und übermittelt Ihre Verhaltensdaten an Salesforce Inc. in den USA auf Grundlage von Standardvertragsklauseln und dem EU-U.S. Data Privacy Framework. Pardot und das Skript pi.pardot.com werden ausschließlich nach Ihrer ausdrücklichen Einwilligung aktiviert. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über die Cookie Einstellungen widerrufen. Ohne Einwilligung können Sie die Website weiter besuchen und uns über andere Kanäle erreichen.
Third-party domains contacted
pi.pardot.comgo.pardot.compardot.comsalesforce.comforce.comCookies placed
| Name | Type | Duration | Purpose |
|---|---|---|---|
| visitor_id<piAId> | first_party | 10 years (default, configurable) | Persistent visitor identifier scoped to the Pardot account number (piAId). Tracks a browser across sessions, links anonymous browsing to a prospect record once a form is submitted, and powers lead scoring and email attribution in Salesforce Account Engagement. |
| lpv<piAId> | first_party | 30 minutes | Last Page View timestamp, scoped to the Pardot account number. Used by the tracking script to deduplicate rapid successive page views, throttle scoring events and avoid double counting of activity within the same browsing session. |
| pardot | first_party | Session | Session cookie set during a single browsing session to maintain continuity between page views and form interactions. Cleared when the browser is closed. |
| pi_opt_in | first_party | 10 years (configurable) | Stores the visitor opt in or opt out decision when the Pardot Consent API is enabled. Allows the tracking script to determine whether to activate visitor tracking, lead scoring and email engagement attribution on subsequent visits. |
| visitor_id<piAId>-hash | first_party | 10 years | Hashed verification value paired with the visitor_id cookie, used by Salesforce Account Engagement to validate the integrity of the visitor identifier and prevent tampering or cookie injection. |
Salesforce Marketing Cloud Account Engagement setzt Tracking-Cookies für Werbezwecke — werden Sie DSGVO-konform mit FlowConsent.
Pardot setzt mehrere nicht notwendige Cookies, alle über das Tracking Skript pi.js. Das wichtigste ist visitor_id mit angehängter Pardot Kontonummer (zum Beispiel visitor_id12345), ein persistenter Identifikator mit einer Standardlaufzeit von bis zu zehn Jahren. Hinzu kommen lpv mit Kontonummer (Zeitstempel des letzten Seitenaufrufs zur Deduplizierung), ein Session Cookie namens pardot und pi_opt_in, sofern die Pardot Consent API aktiviert ist. Je nach Konfiguration des Tracker Domains werden diese Cookies auf der eigenen Marketing Domain (First Party) oder auf pi.pardot.com (Third Party) gesetzt. Keines ist unbedingt erforderlich, daher erfordern alle eine vorherige Einwilligung nach Paragraf 25 TDDDG und Artikel 5(3) ePrivacy Richtlinie.
Ja. Pardot betreibt sitzungsübergreifendes Tracking, identifiziert Leads per Cookie Stitching und erstellt automatisiertes Profiling durch Lead Scoring. Nach Paragraf 25 TDDDG und Artikel 5(3) ePrivacy Richtlinie ist für jede nicht zwingend erforderliche Speicherung eine vorherige, informierte Einwilligung erforderlich. Das Pardot Skript ist daher standardmäßig durch das CMP zu blockieren und erst nach Annahme der Marketing oder Werbe Kategorie zu laden. Vorangekreuzte Felder, weiches Opt In oder fortgesetztes Surfen stellen keine wirksame Einwilligung dar.
Für das Website Tracking und das daraus folgende Profiling ist die einzig realistische Rechtsgrundlage die Einwilligung nach Artikel 6(1)(a) DSGVO in Verbindung mit Artikel 5(3) ePrivacy für die Cookie Speicherung. Berechtigtes Interesse nach Artikel 6(1)(f) ist für Verhaltens Tracking, persistente Identifikatoren und sitzungsübergreifendes Profiling in der Regel nicht geeignet, da EDSA Leitlinien und deutsche Aufsichtsbehörden den Eingriff in die Rechte der Betroffenen höher gewichten als das Interesse des Verantwortlichen. Für bestehende CRM Kontakte kann berechtigtes Interesse oder Vertragserfüllung transaktionale E Mails abdecken, Marketing Automation, Scoring und Cookie Tracking beruhen jedoch weiterhin auf der Einwilligung.
Ja. Salesforce Inc. ist ein US Unternehmen und Account Engagement wird vorrangig in den USA betrieben. Europäische Kunden können den EU Pod mit Produktionsdatenbank in Frankfurt buchen, doch globaler Support, Unterauftragsverarbeiter und Marketing Cloud Integrationen können dennoch Übermittlungen außerhalb des EWR auslösen. Salesforce stützt sich auf die Standardvertragsklauseln in der Fassung von 2021 und ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework, dessen UK Extension und dem Swiss-U.S. DPF zertifiziert. Diese Übermittlungen sind im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten zu dokumentieren, einer Transfer Impact Assessment zu unterziehen und in der Datenschutzerklärung offenzulegen.
Eine DSFA ist dringend empfohlen und meist verpflichtend. Pardot erfüllt mehrere Kriterien der EDSA und der deutschen Aufsichtsbehörden, die eine Prüfung nach Artikel 35 DSGVO auslösen: systematische Beobachtung von Website Besuchern, persistente Identifikatoren, automatisiertes Scoring mit potenziell erheblichen Auswirkungen (Vertriebskontakt, Ausschluss aus Kampagnen), Verarbeitung großer Mengen an Kontaktdaten und internationale Übermittlungen in ein Drittland. Die DSFA sollte den Lebenszyklus vom anonymen Besuch bis zum identifizierten Prospect beschreiben, Aufbewahrungsfristen bewerten, die Wirkung des automatisierten Scorings prüfen, SCC und DPF bewerten und Schutzmaßnahmen wie kürzere Cookie Laufzeiten und ein First Party Tracker Domain festlegen.
Behandeln Sie Pardot als Marketing Werkzeug, das nur nach Einwilligung geladen werden darf. Blockieren Sie pi.js standardmäßig in Ihrem Tag Manager und CMP und laden Sie es erst nach Annahme der Marketing oder Werbe Kategorie. Richten Sie ein First Party Tracker Subdomain ein, damit Cookies auf Ihrer eigenen Marketing Domain abgelegt werden. Verkürzen Sie die Cookie Laufzeit vom Standard von zehn Jahren auf das für Ihren Vertriebszyklus notwendige Minimum. Aktivieren Sie die Pardot Consent API, um Opt Outs plattformweit umzusetzen und Profile bei Löschanträgen zu löschen oder zu sperren. Halten Sie Formularfelder minimal, trennen Sie Cookie Einwilligung von Einwilligung in Marketingkommunikation und aktualisieren Sie die Datenschutzerklärung um Cookie Stitching, automatisiertes Scoring und US Übermittlungen.
Übliche Alternativen im Marketing Automation Bereich sind HubSpot Marketing Hub (US Anbieter, ähnliches Datenschutzprofil), Adobe Marketo Engage (US Infrastruktur mit regionalen Optionen) sowie europäische Anbieter wie Brevo (ehemals Sendinblue), ActiveCampaign mit EU Residency, Mautic (Open Source, selbst hostbar) oder Plezi für reines B2B in Europa. Für besonders datenschutzsensible Szenarien können Sie die Lead Erfassung vollständig serverseitig halten, direkt mit Ihrem CRM ohne Web Tracking verknüpfen und die Marketing Performance mit einer cookielosen Analyse Lösung wie Plausible, Matomo (selbst gehostet) oder Fathom messen.
Listen Sie die Pardot Cookies in Ihrer Cookie Richtlinie ausdrücklich auf: visitor_id (mit Konto Suffix), lpv, pardot und pi_opt_in. Beschreiben Sie jeweils Zweck (Besucheridentifikation, letzter Seitenaufruf, Sitzungskontinuität, Einwilligungsstatus), Speicherdauer (von der Sitzung bis zu mehreren Jahren), Kategorie (Marketing oder Werbung) sowie First oder Third Party Status entsprechend Ihrer Konfiguration. Nennen Sie Salesforce Inc. als Empfänger, erklären Sie die Übermittlung in die USA auf Grundlage der SCC und des EU-U.S. Data Privacy Framework, und verlinken Sie auf die Datenschutzerklärung von Salesforce. Dieselben Informationen müssen granular im Präferenzcenter Ihrer CMP erscheinen, damit Nutzer Pardot gezielt akzeptieren oder ablehnen können.