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Materialize CSS ist ein quelloffenes Frontend-Framework, das auf der Material Design Spezifikation von Google aufbaut. Es liegt als statische CSS- und JavaScript-Dateien vor, die Betreiber entweder selbst ausliefern oder über öffentliche CDNs wie cdnjs, jsDelivr oder unpkg einbinden. Die Bibliothek selbst setzt keine Cookies und nimmt kein Tracking vor. Wird sie jedoch von einem CDN nachgeladen, übermittelt der Browser IP-Adresse und User-Agent an diesen Anbieter, was nach dem Münchner Google-Fonts-Urteil als datenschutzrelevante Drittübermittlung gilt.
Materialize CSS ist ein quelloffenes Frontend-Framework, das die von Google veröffentlichte Material Design Spezifikation umsetzt. Es bündelt ein Stylesheet, eine JavaScript-Datei und einige Icon- und Schriftabhängigkeiten. Betreiber binden das Framework entweder durch lokales Hosten der Dateien oder über öffentliche CDNs wie cdnjs, jsDelivr oder unpkg ein. Das Verhalten zur Laufzeit ist rein darstellend: Layoutraster, Formularelemente, modale Dialoge und Ripple-Effekte werden lokal im Browser gerendert, ohne dass eine Serveranfrage erforderlich wäre.
Das Framework setzt keine Cookies, liest keinen localStorage und löst keine Hintergrundanfragen an seine Maintainer aus. Die einzigen personenbezogenen Daten, die einen Dritten erreichen können, sind die üblichen HTTP-Header (IP-Adresse, User-Agent, Referer), die an den Server gesendet werden, der die statischen Dateien ausliefert. Hostet der Betreiber die Bibliothek selbst, ist kein Dritter beteiligt. Beim Einsatz eines öffentlichen CDN baut der Browser des Besuchers eine TLS-Verbindung zum CDN-Anbieter auf und übermittelt ihm diese technischen Merkmale.
Da keine Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden, verlangt Art. 5 Abs. 3 ePrivacy-Richtlinie für das Framework selbst keine Einwilligung. Das Münchner Google-Fonts-Urteil (LG München 3 O 17493/20) hat jedoch entschieden, dass die automatische Übermittlung einer IP-Adresse an einen Google-Server ohne ausdrückliche Information des Besuchers das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt, wenn kein überwiegendes berechtigtes Interesse dokumentiert ist. Dieses Argument lässt sich analog auf jede Auslieferung statischer Ressourcen über Dritt-CDNs übertragen, auch auf Materialize CSS aus cdnjs oder unpkg.
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Die wichtigsten öffentlichen CDNs, die Materialize CSS verteilen, werden von Cloudflare (cdnjs und unpkg) sowie Fastly oder Cloudflare (jsDelivr) betrieben. Alle verfügen über Standorte in den USA und leiten den Verkehr über global verteilte Edge-Knoten. Aus Sicht von Kapitel V DSGVO liegt eine Drittlandübermittlung vor, sobald ein EU-Besucher einen außereuropäischen Knoten erreicht. Die meisten Anbieter sind nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, das seit dem Angemessenheitsbeschluss der Kommission vom Juli 2023 eine Übermittlungsgrundlage bietet. Standardvertragsklauseln dienen als Auffanglösung für Anbieter außerhalb des Rahmens.
Bei Selbsthosting ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO als Rechtsgrundlage tragfähig und ein spezielles Cookie-Banner für das Framework entbehrlich. Bei CDN-Auslieferung haben Aufsichtsbehörden in Deutschland, Frankreich und Italien signalisiert, dass eine vorherige Einwilligung der sicherere Weg ist, insbesondere nach dem Google-Fonts-Urteil. Eine vollständige DSFA nach Art. 35 ist nicht zwingend, eine dokumentierte Interessenabwägung und ein Transfer Impact Assessment werden jedoch dringend empfohlen, sobald das Framework außerhalb des EWR nachgeladen wird.
Die rechtssicherste Variante besteht darin, Materialize CSS in die eigene Build-Pipeline aufzunehmen und vom selben Hostnamen auszuliefern wie die Website. Damit entfallen Drittübermittlungen, die Performance bleibt dank HTTP/2-Multiplexing erhalten und ein eigenes Einwilligungsdialog ist überflüssig. Wer aus Cache-Gründen weiter ein CDN nutzen möchte, hält den Verkehr mit europäischen Anbietern wie BunnyCDN, KeyCDN oder Scaleway Edge innerhalb des EWR. Offene Alternativen im selben Designspektrum sind MUI, Bootstrap Material, Community-Forks von Materialize.css sowie die offiziellen Material Web Components.
Websites using Materialize CSS must obtain user consent under GDPR regulations.
DPIA considerations
Eine förmliche Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO ist für Materialize CSS in der Regel nicht erforderlich, weil das Framework über die normalen HTTP-Metadaten hinaus keine personenbezogenen Daten verarbeitet. Wird die Bibliothek jedoch von einem öffentlichen CDN nachgeladen, sollten eine Interessenabwägung nach Art. 6 Abs. 1 lit. f und ein Transfer Impact Assessment dokumentiert werden. Darin wird die Wahl zwischen Selbsthosting und CDN-Auslieferung anhand von Leistungs-, Sicherheits- und Datenschutzkriterien begründet.
Sample consent text
Diese Website verwendet das Framework Materialize CSS für die visuelle Darstellung. Wenn die Bibliothek vom Netzwerk cdnjs nachgeladen wird, übermittelt Ihr Browser seine IP-Adresse und den User-Agent an den CDN-Betreiber. Es werden keine Tracking-Cookies gesetzt. In den Cookie-Einstellungen können Sie die Auslieferung über Dritt-CDN deaktivieren. Das Framework wird dann von unseren eigenen Servern bereitgestellt.
Third-party domains contacted
cdnjs.cloudflare.comcdn.jsdelivr.netunpkg.comfonts.googleapis.comDieser Dienst erhebt möglicherweise Nutzerdaten. Stellen Sie die DSGVO-Konformität mit FlowConsent sicher.
Nein. Materialize CSS ist eine statische Sammlung aus CSS-Regeln, JavaScript-Komponenten und Symbol-Schriftarten. Es ruft keinen Backend-Dienst auf, schreibt nichts in document.cookie und greift nicht auf localStorage zu. Der einzige Netzwerkverkehr ist das einmalige Laden der Asset-Dateien. Beim Selbsthosting sieht kein Dritter den Besucher.
Nein, solange das Framework von Ihrer eigenen Domain ausgeliefert wird: Es gibt weder eine Verarbeitung durch Dritte noch Speicherung auf dem Endgerät oder Tracking. Ja (oder eine belastbare Interessenabwägung) wenn das Framework über ein öffentliches CDN wie cdnjs, jsDelivr oder unpkg geladen wird, weil dann die IP-Adresse an einen Drittanbieter übermittelt wird, dessen Server auch in den USA stehen können.
Beim Selbsthosting trägt das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO: Das Framework rendert lediglich die Oberfläche, personenbezogene Daten werden über Server-Logs hinaus nicht verarbeitet. Bei CDN-Auslieferung muss zwischen Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 5 Abs. 3 ePrivacy) und einem belastbaren berechtigten Interesse gewählt werden, das der Google-Fonts-Rechtsprechung standhält, gestützt auf eine Interessenabwägung und ein Transfer Impact Assessment.
Beim Selbsthosting auf EU-Servern findet keine Übermittlung statt. Beim Laden über cdnjs, jsDelivr oder unpkg läuft der Aufruf über die globalen Netze von Cloudflare oder Fastly mit Infrastruktur in den USA und weiteren Drittländern. Die meisten Betreiber sind nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, das eine Übermittlungsgrundlage bietet, dennoch sollten Standardvertragsklauseln als Auffanglösung bereitliegen.
In den meisten Fällen nein. Die Verarbeitung beschränkt sich auf die Auslieferung statischer Designressourcen, die anfallenden Daten sind minimal und das Risiko für Betroffene gering. Eine förmliche DSFA nach Art. 35 DSGVO bleibt Hochrisiko-Verarbeitungen vorbehalten. Eine kurze Risikonotiz, eine Interessenabwägung und ein Transfer Impact Assessment für den CDN-Fall gehören dennoch zur guten Dokumentation.
Bündeln Sie materialize.min.css und materialize.min.js in Ihrer Build-Pipeline, versionieren Sie sie im Asset-Ordner und liefern Sie sie vom selben Hostnamen aus wie die Website. Spiegeln Sie auch die Material Icons Schriftart lokal. So entfallen Verbindungen zu Dritten, die Content Security Policy wird einfacher und ein eigener Cookie-Banner ist nicht notwendig.
Unter vergleichbaren offenen Frameworks bietet MUI eine ausgereifte React-Bibliothek im Material Design, Bootstrap Material setzt auf das verbreitete Bootstrap-Raster und die Material Web Components werden vom Material-Team gepflegt. Alle lassen sich auf EU-Infrastruktur selbst hosten. Auch Tailwind CSS in Verbindung mit daisyUI ist eine schlanke Alternative, deren Assets vollständig lokal bleiben.
Wer die Dateien selbst hostet, kommt mit einem kurzen technischen Hinweis aus und muss am Cookie-Banner nichts ändern. Bei Auslieferung über ein öffentliches CDN ergänzen Sie die Cookie- oder Datenschutzerklärung um eine Zeile zum CDN-Anbieter, den ausgetauschten Datenkategorien (IP, User-Agent), der gewählten Rechtsgrundlage und dem Übermittlungsmechanismus (DPF oder Standardvertragsklauseln). Überprüfen Sie diesen Hinweis bei jedem Anbieterwechsel.