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iGoDigital ist die 2012 von Salesforce übernommene Engine für prädiktive Personalisierung, heute Teil von Salesforce Marketing Cloud Personalization (zuvor Interaction Studio und Evergage). Sie erfasst Surfverhalten, baut 1:1 Profile und treibt Produktempfehlungen, Content Personalisierung und Journey Orchestrierung. Das Tracking nutzt ein clientseitiges JavaScript Beacon, First Party Cookies und Local Storage. Die Daten liegen auf Salesforce Infrastruktur in den USA mit optionaler EU Residenz, sodass Schrems II Überlegungen greifen.
iGoDigital startete als unabhängiges Startup für prädiktive Personalisierung und wurde 2012 von Salesforce übernommen. Die Technologie wurde zunächst als Salesforce Predictive Intelligence umbenannt, dann mit der Evergage Akquisition zu Interaction Studio zusammengeführt und wird heute als Salesforce Marketing Cloud Personalization im Salesforce Customer 360 Portfolio angeboten. Das Produkt erfasst Echtzeit Verhaltensereignisse aus Websites und Mobile Apps, baut einheitliche 1:1 Kundenprofile, betreibt Einstein Machine Learning Modelle für Empfehlungen und orchestriert personalisierte Journeys über E Mail, Web und Mobile.
Das Personalisierungs Beacon erfasst Seitenaufrufe, Klicks, Scrolltiefe, Suchanfragen, Produktansichten, Warenkorb Aktionen, Käufe, Custom Events und Formulareinsendungen. Es schreibt First Party Cookies wie evgUserUid, evgSessionToken und eine persistente Besucher ID und legt erweiterte Profildaten im Local Storage ab. Meldet sich ein Nutzer an oder füllt ein Formular aus, verknüpft das Beacon den anonymen Besuch mit einem bekannten Kundendatensatz. Ereignisse fließen in Salesforce Datasets und in Einstein Modelle, die Empfehlungswerte, Affinitäts Tags und Segmentzugehörigkeiten erzeugen.
Das Laden des iGoDigital Beacons schreibt Kennungen auf das Gerät und löst Art. 5(3) ePrivacy bzw. § 25 TDDDG aus, und die systematische Verhaltensbeobachtung ist Profiling nach Art. 4(4) DSGVO. Datenschutzbehörden haben mehrfach entschieden, dass ein solches site und sitzungsübergreifendes Tracking stets eine vorherige, freiwillige, spezifische, informierte und unmissverständliche Einwilligung erfordert. Da Profile Entscheidungen über Personen tragen können (Angebotseligibilität, Journey Verzweigung, Inhaltsauswahl), können auch die Schutzmaßnahmen aus Art. 22 DSGVO greifen, selbst bei menschlicher Prüfung.
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Die einzige realistische Rechtsgrundlage ist die Einwilligung nach Art. 6(1)(a) DSGVO in Kombination mit Art. 5(3) ePrivacy. Berechtigtes Interesse scheidet in der Regel wegen der Eingriffsintensität und der EDSA Leitlinien 8/2020 zum Targeting aus. Die Einwilligung muss granular (getrennt von Analyse , Werbe und erforderlichen Cookies), widerrufbar über ein Präferenzcenter und an das Beacon signalisiert sein, damit es vor dem Opt In keine Ereignisse erfasst. Betreiber müssen das Risiko besonderer Kategorien bewerten, wenn Profile Gesundheit, Religion, sexuelle Orientierung oder politische Inhalte berühren.
Salesforce Marketing Cloud Personalization läuft auf der Hyperforce Plattform mit regionalen Pods. Standardmäßig terminieren Daten in den USA, EU Kunden können jedoch eine Residenz in Frankfurt oder Paris anfordern. Selbst mit EU Residenz können bestimmte globale Dienste (Einstein Training, Support Tooling, Telemetrie) US Infrastruktur berühren. Salesforce ist nach dem EU US Data Privacy Framework zertifiziert und bietet Standardvertragsklauseln (SCC Modul Zwei) mit ergänzenden technischen und organisatorischen Maßnahmen. Ein dokumentiertes Schrems II Transfer Impact Assessment ist Pflicht.
Stellen Sie das iGoDigital Beacon hinter ein CMP und feuern Sie es erst nach Opt In über die Consent APIs des Salesforce JavaScript SDK. Wählen Sie den EU Pod, wenn unterstützt, schließen Sie AVV und SCC mit Salesforce, führen Sie das Schrems II Transfer Impact Assessment durch und dokumentieren Sie ergänzende Maßnahmen (Transportverschlüsselung, pseudonymisierte Besucher IDs, eingeschränktes Einstein Training). Veröffentlichen Sie eine klare Cookie und Datenschutzerklärung, die Salesforce je nach Konstellation als gemeinsam Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter nennt, bieten Sie eine Do Not Sell or Share Steuerung an und prüfen Sie den Segmentkatalog, um besondere Kategorien ohne ausdrückliche Einwilligung zu vermeiden.
Websites using iGoDigital must obtain user consent under GDPR regulations.
DPIA considerations
Eine DSFA ist erforderlich, weil iGoDigital in Marketing Cloud Personalization eine systematische Beobachtung des Verhaltens und großflächige Profilbildung durchführt, beides Auslöser nach Art. 35(3) DSGVO. Die Bewertung muss die erfassten Ereignisse (Pageviews, Klicks, Suche, Warenkorb, Käufe, Custom Events) beschreiben, die Identitätsverknüpfung zwischen anonymen Besuchen und bekannten Kunden, die Aufbewahrung der Profildaten, das Schrems II Transfer Impact Assessment für US Hyperforce, die Wahl zwischen US und EU Pods sowie die Rechtsgrundlage für Einstein Modelle, die auf Kundendaten trainiert werden. Besondere Sorgfalt gilt, wenn Profile Kategorien wie Gesundheit, Finanzen oder politische Inhalte einbeziehen.
Sample consent text
Mit Ihrer Einwilligung nutzen wir Salesforce Marketing Cloud Personalization (iGoDigital), um Ihr Gerät wiederzuerkennen, ein Profil Ihrer Interessen aufzubauen und Inhalte, Empfehlungen und Angebote zu personalisieren. Teile der Verarbeitung finden auf Salesforce Servern in den USA unter dem EU US Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln statt. Sie können jederzeit über die Cookie Einstellungen akzeptieren, ablehnen oder Ihre Auswahl ändern.
Third-party domains contacted
cdn.evgnet.comevergage.comigodigital.compersonalization.salesforcecloud.commc.salesforce.comCookies placed
| Name | Type | Duration | Purpose |
|---|---|---|---|
| evgUserUid | Persistent | 2 years | First party persistent visitor identifier used by Salesforce Marketing Cloud Personalization (iGoDigital) to recognise the device across sessions and pages and to build the unified personalisation profile. Requires prior consent. |
| evgSessionToken | Session | Session | First party session token used to attach behavioural events to the current visit before they are sent to the Salesforce backend. Requires consent because it is tied to behavioural profiling. |
| evergage_local | Local Storage | 2 years | Local storage entry that caches the visitor profile, campaign exposure and recommendation responses to support fast personalisation rendering. Triggers Art. 5(3) ePrivacy. |
| sfmc_id | Persistent | 13 months | Persistent identifier propagated between Marketing Cloud Personalization and other Salesforce Marketing Cloud channels (email, mobile push) for cross channel personalisation. Requires consent. |
iGoDigital verwendet Cookies für Nutzereinstellungen — informieren Sie Besucher mit einem Cookie-Banner.
Das Personalisierungs Beacon erfasst Seitenaufrufe, Klicks, Scrolltiefe, Suchanfragen, Produktansichten, Warenkorb Aktionen, Käufe, Custom Events und Formularübermittlungen. Es setzt First Party Cookies (evgUserUid, evgSessionToken, eine Session ID) und nutzt Local Storage für erweiterte Profildaten. Authentifiziert sich ein Besucher oder gibt identifizierende Daten an, verknüpft das Beacon das anonyme Geräteprofil mit einem bekannten Kundendatensatz in der Salesforce Data Cloud. Einstein Modelle reichern das Profil dann mit Affinitätswerten, Segmentzugehörigkeiten und Empfehlungsrankings an, die der Personalisierung dienen.
Ja. Das Laden des Beacons speichert Kennungen auf dem Gerät, was Art. 5(3) ePrivacy und § 25 TDDDG auslöst, und die systematische Verhaltensbeobachtung ist Profiling nach Art. 4(4) DSGVO. Die EDSA Leitlinien 8/2020 zum Targeting und ständige Spruchpraxis von Datenschutzaufsichtsbehörden verlangen eine vorherige, freiwillige, spezifische, informierte und unmissverständliche Einwilligung. Das Beacon darf erst nach ausdrücklichem Opt In laden, mit einem Alles ablehnen Button so sichtbar wie Alles akzeptieren, und die Salesforce Consent API muss die Erfassung vor Einwilligung unterdrücken.
Rechtsgrundlage ist die Einwilligung nach Art. 6(1)(a) DSGVO in Verbindung mit Art. 5(3) ePrivacy für die Gerätespeicherung. Berechtigtes Interesse scheidet wegen der Eingriffsintensität des seitenübergreifenden Profilings in der Regel aus. Schlussfolgert das Profil Daten besonderer Kategorien nach Art. 9 (Gesundheit, Religion, politische Meinung), ist die ausdrückliche Einwilligung nach Art. 9(2)(a) erforderlich. Wenn iGoDigital Ausgaben in automatisierte Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung einfließen, müssen die Garantien nach Art. 22 DSGVO (Information, menschliche Prüfung, Anfechtung) umgesetzt werden.
Standardmäßig ja. Salesforce Marketing Cloud Personalization läuft auf Hyperforce mit regionalen Pods, der Default Pod terminiert für viele Kunden jedoch in den USA. EU Kunden können beim Provisioning einen EU Hyperforce Pod (Frankfurt oder Paris) anfordern, einige globale Dienste wie Einstein Training und Support Tooling können dennoch US Infrastruktur berühren. Salesforce ist nach dem EU US Data Privacy Framework zertifiziert und bietet Standardvertragsklauseln (Modul Zwei) mit ergänzenden technischen und organisatorischen Maßnahmen. Ein Schrems II Transfer Impact Assessment ist erforderlich.
Ja. Die Verarbeitung verbindet systematische Beobachtung, Profilbildung und großflächige Verarbeitung personenbezogener Daten und erfüllt damit mindestens drei der EDSA Kriterien. Die DSFA muss die erfassten Ereignisse, die Identity Stitching Logik, die Speicherdauer der Profile, den Umfang des Einstein Trainings, den Übermittlungsmechanismus und das Schrems II TIA, Rechtsgrundlage und Art. 22 Risiko, die Option EU Hyperforce und die akzeptierten Restrisiken beschreiben. Sie muss zudem dokumentieren, wie Betroffenenanfragen, Löschungen und Einwilligungswiderrufe in allen Salesforce Datasets propagiert werden.
Wählen Sie nach Möglichkeit einen EU Hyperforce Pod. Implementieren Sie das Salesforce SDK im Consent Gated Modus, damit keine Ereignisse vor dem Opt In gefeuert werden. Steuern Sie mit der CMP Akzeptieren, Ablehnen und granulare Präferenzen und synchronisieren Sie den Consent Status zu Salesforce, sodass Widerrufe in E Mail und Journey Kanälen wirksam werden. Schließen Sie AVV und SCC Modul Zwei mit Salesforce, führen Sie ein Schrems II Transfer Impact Assessment durch und dokumentieren Sie ergänzende Maßnahmen (Transportverschlüsselung, pseudonyme Besucher IDs, eingeschränktes Einstein Training). Stellen Sie ein klares Präferenzcenter bereit und respektieren Sie Do Not Sell or Share Signale.
Alternativen mit EU Residenz sind Dynamic Yield (EU Pod), Algolia Personalization (Paris und Frankfurt), AB Tasty (Frankreich), Kameleoon (Frankreich), Optimizely Personalization (EU Region) und Bloomreach (EU Rechenzentren). Für besonders datensparsame Personalisierung bieten selbstgehostete Open Source Recommender in Kombination mit Matomo oder n8n eine Variante, die Daten im EWR hält. Jede Alternative verlangt weiterhin Einwilligung und CMP, reduziert oder beseitigt aber die typische US Transfer Exposition einer Default Hyperforce US Bereitstellung.
Überprüfen Sie iGoDigital Datenschutzerklärung, Cookie Inventar und Segmentkatalog mindestens alle sechs Monate sowie immer dann, wenn Sie neue Eventtypen ergänzen, den Einstein Trainingsumfang ändern, die Pod Region wechseln, Aufbewahrungsfristen anpassen oder Unterauftragsverarbeiter ändern. Holen Sie erneute Einwilligung ein, wenn neue Verarbeitungskategorien entstehen, etwa Cross Device Stitching oder neue Drittanreicherung. Prüfen Sie Segmentdefinitionen, damit sie nicht implizit Art. 9 Daten ableiten, und stellen Sie sicher, dass Auskunfts und Löschanfragen sowohl das Marketing Cloud Personalization Profil als auch den verknüpften Data Cloud Datensatz abdecken.